Detailanleitung Kopf- Schultermontagen


Vorinformationen

  • Machen Sie KEINEN Äser- oder Drosselschnitt!
  • Brechen Sie nicht weiter oben / vorne auf, als nötig! (nicht weiter, als bis zum Brustbein)
  • Das Wichtigste, beim Abschärfen eines Tieres, ist dem Präparator genügend Haut zur Verfügung stellen zu können. 
  • Eine Kopf-Schulter-Montage besteht NICHT nur aus dem Kopf mit dem Träger! Fehlen Hautpartien von Brust und Schulter, kann kein optimales Ergebnis erzielt werden. Reine Köpfe ohne Hals werden von uns aus Professionalitäts-Gründen grundsätzlich nicht präpariert!


Abschärfen


  • Um genügend Haut zu erhalten, muss der Hauptschnitt im besten Fall hinter den Schulterblättern erfolgen. Beginnt man das Abschärfen auf der Hälfte der Rumpflänge, ist man definitiv auf der sicheren Seite. (Siehe Schnitt A)
  • Von den Läufen sollten unbedingt Ansätze vorhanden sein. Ein guter Anhaltspunkt ist hier das Gelenk, das auf die Elle / den Unterarm folgt.  (Siehe Schnitt B)
  • Der nächste Schritt besteht nun darin, den vorderen Körper des Tieres aus der Decke zu streifen, wobei unter allen Umständen ein Nackenschnitt erfolgen muss! (Siehe Schnitt C)
  • Ein Drosselschnitt auf der Unterseite des Trägers kann zu irreparablen Schäden , Verfälschung der Trägerstärke und unschönen Nähten auf der Sichtseite des Präparates führen!
  • Ist man beim Abschärfen am Kopf angekommen, sollte dieser im besten Fall am letzten Halswirbel vom Träger abgetrennt werden. (Nur den Schädel vom  abgeschärften Hals Lösen! NICHT die Haut durchtrennen!)
  • Das weitere Abziehen des Kopfes sollte dem Präparator überlassen werden. Gerade im Bereich der Augen, Ohren, Lippen und um das Gehörn herum ist viel Erfahrung gefragt, um für die Präparation notwendige Hautpartien sauber und absolut lochfrei auszulösen.
  • Danach alles gut eintüten und einfrieren oder direkt bei uns vorbei bringen!
  • Bitte verwenden Sie kein Salz, wenn sie ein Tier einfrieren! Haben Sie keine Möglichkeit, das Tier einzufrieren, kann Salz verwendet werden. Jedoch dies in ausreichender Menge und bei korrekter Anwendung. Hierzu können sie sich gerne telefonisch unseren Rat einholen.



Wichtig...

...bei jeder Art der Präparation ist das ordnungsgemäße Auskülen lassen des Tieres. Nach Eintritt des Todes beginnt sofort der Verwesungsprozess, dieser kann nur durch sofortige Kühlung gestoppt werden.  Zunächst sollte das Tier an einem kühlen, aber nicht frostkalten Ort gleichmäßig herunterkühlen. Dies am Besten hängend, denn im Liegen kann es zwischen Boden und Tier zu einem Wärmestau kommen. Auch bei Schnee!
Deswegen das Tier auch NIEMALS sofort nach dem Erlegen in eine Tüte verpacken!

Besonders bei warmen Temperaturen zählt jede Minute, denn es droht nach kürzester Zeit das Ablösen der Epidermis und damit Haar- bzw. Federausfall. Dies lässt sich meist schwer oder gar nicht kaschieren.

Sofortiges Einfrieren, im noch körperwarmen Zustand, kann zu einer art Schock führen, der ebenso zu Haar- bzw. Federverlust führt.


Postversand von Rohware bitte nur nach vorheriger Absprache und am Wochenanfang!

Die Bearbeitung geschützter Arten erfolgt nur gemäß den Ausnahmebestimmungen des BNatSCHG.

Bei Tieren, die unter das „Washingtoner Artenschutzabkommen“ fallen, sind die vorgeschriebenen Bescheinigungen und CITES-Papiere dringend erforderlich und bei Abgabe des Tieres vorzulegen.

Bitte beachten Sie die Artenschutzbestimmungen!
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