Trophäenpräparation

Mit zu den schönsten Erlebnissen eines Jägers zählen natürlich seine Jagderfolge. Wer von uns erinnert sich nicht gern an jedes einzelne erlegte Stück und die damit verbundenen Eindrücke. Nur zu gern berichtet man, nicht ganz ohne Stolz, von diesen Erlebnissen. Umso schöner ist es, wenn man dann dem Zuhörer die Trophäe präsentieren kann.
Die Trophäe, in welcher Form auch immer, ob als Ganzpräparat, Vorleger mit eingearbeitetem Kopf, Trophäe auf Brett etc., dient als Erinnerung. Ein gut gemachtes Präparat erfreut nicht nur den Erleger, sondern auch alle Betrachter. Ein Präparat soll beeindrucken und nicht abschrecken.
Aus diesem Grund möchten wir Ihnen ein paar nützliche Tipps geben, damit Sie sich auch gern erinnern, sobald sie ihre Trophäe anschauen. Egal in welcher Form Sie Ihre Trophäe erhalten möchten, ob als Ganzpräparat, Vorleger, Fell-bzw. Schwartengerbung oder einfach nur die Trophäe aufs Brett, Sie sollten ein paar Dinge beachten, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.


An erster Stelle steht die Wahl des Tierpräparators.

  • Hier sollte nicht der Preis ausschlaggebend sein!
  • Schauen Sie sich am Besten vorher Referenzmaterial an, um sich von dessen Können zu überzeugen.
  • Ein guter Präparator kennt die Anatomie eines jeden Tieres und kann diese in seinen Arbeiten umsetzen.
  • So wie in jedem anderen Beruf, setzt ein gutes Arbeitsergebnis eine gewisse Zeit, hochwertige Materialien und Fachwissen voraus.
  • Denken Sie daran, Qualität hat ihren Preis und wer lange Freude an seiner Trophäe oder Präparat haben möchte, sollte dies beachten.
  • Aber auch ein guter Präparator ist auf eine gewisse Vorarbeit des Kunden angewiesen, um ein optimales Ergebnis erzielen zu können.


Bitte beachten Sie Folgendes, wenn Sie sich für eine Kopf-Schultermontage entscheiden:

  • Es ist sehr wichtig, dass der Kopf-Schulter Bereich ausreichend abgeschärft wird.
  • Wichtig ist, dass man vom Rücken hinter dem Blatt und dem Vorderlauf vorbei bis zur Brust abschärft.
  • Als nächstes schärft man mit einem Nackenschnitt die Decke von der Mitte des Hinterhauptes nach hinten bis zum Rundschnitt hinter den Blättern.
  • Um die Vorderläufe herum wird die Haut eingeschnitten und dann werden die Läufe durchgeschoben.
  • Danach trennt man den Schädel vom Träger ab.
  • Bitte schärfen Sie erst die Haut und den Schädel ab, bevor Sie das Stück aufbrechen.
  • Danach alles gut eintüten und einfrieren oder direkt vorbei bringen!
Wichtig ist, bei allem was präpariert werden soll, dass es einer sofortigen Kühlung zugeführt wird. Nach Eintritt des Todes beginnt sofort der Verwesungsprozess, dieser kann nur durch sofortige Kühlung gestoppt werden. Bei kalten Jahreszeiten ist es nicht ganz so dramatisch, bei warmen Temperaturen jedoch zählt jede Minute. Ist die Verwesung erst einmal fortgeschritten, löst sich die obere Epidermis und es kommt zu Haar-bzw. Federausfall. Dies lässt sich meist schwer oder gar nicht kaschieren. Postversand von Rohware bitte nur nach vorheriger Absprache und am Wochenanfang!
Die Bearbeitung geschützter Arten erfolgt nur gemäß den Ausnahmebestimmungen des BNatSCHG.
Bei Tieren, die unter das „Washingtoner Artenschutzabkommen“ fallen, sind die vorgeschriebenen Bescheinigungen und CITIES-Papiere dringend erforderlich und bei Abgabe des Tieres vorzulegen.

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